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Bei dem sogenannten Cerec-Verfahren handelt es ich um eine computergestützte Herstellungweise für in erster Linie vollkeramische Rekonstruktionen an Einzelzähnen, also Füllungen, Teilkronen, Kronen und Verblendschalen (Veneers). Es besteht die Möglichkeit, die Herstellung in einer einzigen Sitzung zu realisieren. Dabei wird von dem vorbereiteten Zahn mittels eines optischen Abtastungssystems ein dreidimensionale Bild erstellt, das Disign der Konstruktion computergestützt entworfen und im Anschluss aus einem massiven keramischen Block, chemisch eine Art “synthetischer Zahnschmelz” herausgefräst. Die Befestigung erfolgt adhäsiv, d. h., sowohl die Zahnseite als auch die Füllungsseite werden so vorbereitet, dass chemische Brücken von beiden Materialien zu dem Glass der Befestigungsfuge ausgebildet werden. Das Verfahren ist relativ zeitaufwendig: bei einer Konstruktion direkt am Patienten muss mit einem Zeitaufwand von etwa zwei Stunden ausgegangen werden. Es entfallen dann aber Abdrücke der Zähne und die provisorische Versorgung.
Das in seine Grundzügen Ende der 1970er Jahren angedachte Verfahren ist mittlerweile eines der am besten nachuntersuchten, ist heute wissenschaftlich anerkannt und von einer sehr hohen Vorhersehbarkeit des Behandlungserfolges. Es können Verweilzeiten von zehn bis zwanzig Jahren erreicht werden. Insoweit sind Vollkeramikrestaurationen im Vergleich zu jenen klassisch gegosenen aus Gold ebenbürtig, was in erster Linie eine Folge der heute möglichen Präzision ist.
Auf dem Prinzip der Fräskeramik beruhen heute auch viele Techniken bei im Labor gefertigten Versorgungsformen.
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