Praxis für Zahnheilkunde
Implantate

Dr. Andreas Stein M.Sc.

Master of Science in Periodontology

Zahnarzt, Oralchirurgie

Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie

Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie

klassisches parallelwandiges Implantat, Typ Branemark

allgemeine Informationen zu den von uns verwendeten Implantatsystemen:

Wir verwenden überwiegend Volltitan-Schraubenimplantate, die über eine bereits jahrzehntelange klinische Anwendung verfügen (der klinische Einsatz am Patienten begann 1965). Für jede Indikation ist eine geeignete Schraube verfügbar mit unterschiedlichen Längen, Durchmessern, Oberflächen, Designs (parallelwandig/konisch), Schraubenganghöhen usw..

In jüngerer Zeit kommen in ausgewählten Fällen Zirkonoxid-Schrauben (Zr0) zum Einsatz, also Keramikimplantate, die Vorteile entwickeln in einigen ästhetisch sensiblen Bereichen und bei Menschen, die keine Metallkörper eingesetzt bekommen möchten.

Warum Implantate?

Zahnimplantate dienen als künstliche Zahnwurzel zur Befestigung von Kronen und Brücken oder zur Fixierung von herausnehmbaren Prothesen. Sie sollen also

  • das Abschleifen von der Lücke benachbarten Zähnen vermeiden helfen,
  • festsitzenden Zahnersatz überhaupt ermöglichen, obwohl die Zahnzahl nicht ausreicht,
  • oder herausnehmbaren Zahnersatz stabilisieren und von der Konstruktion her verkleinern.

Allgemeines:

Praxisreife Implantate, die es in dieser oder modifizierter Form noch heute gibt, wurden in den 60er Jahren entwickelt. Es handelt sich hierbei um Reintitan-Vollschrauben, die Weiterentwicklungen konzentrierten sich zunächst auf die Art der Gewindegänge, Veränderungen der Schraubenform und der Durchmesser, Neuentwicklungen der Zahnersatz-Hilfsteile sowie in jüngerer Zeit der Implantatoberfläche. Über diese Implantate gibt es Nachuntersuchungen über mehrere Jahrzehnte mit anerkannt sehr hohen Einheilwahrscheinlichkeiten. Im Erfolgsfall gilt ein zahnärztliches Implantat als “lifetime”-Lösung, Misserfolge nach erfolgter Zahnersatzversorgung basieren im Wesentlichen nur noch auf Infektionen (“Periimplantitis”) und Implantatbrüchen seitens der Implantate sowie Verschleiss der dazugehörigen “Kaueinheiten”.

Zusätzlich bemüht man sich heute bei Metallimplantaten, die klassischen Einheilzeiten von mindestens drei Monaten im Unterkiefer und sechs Monaten im Oberkiefer zu reduzieren (“Zähne in einer Stunde”).

Dies wird möglich durch eine aufwendige präoperative Diagnostik zur Bestimmung der vorhandenen Knochenqualität und der idealen Implantatposition im Kieferknochen sowie neuen Schraubenoberflächen. Der Einsatz regenerativer Verfahren und von Patientenplasma kann die Heilungsgeschwindigkeit erhöhen und so das Wohlbefinden verbessern.

Bei ungünstigen Knochendichten oder im Zusammenhang mit Knochenaufbauten kann über vorübergehende Zahnersatzversorgungen (Provisorien) auf zusätzlichen provisorischen Implantaten deren Einheilwahrscheinlichkeit erhöht werden, weil es nicht mehr zu Fehlbelastungen kommen kann. Der Patient ist dennoch nicht zahnlos.

Die Ausrüstung:

Wir verfügen über ein zertifiziertes Qualitätsmanagmentsystem (DIN EN ISO 9001/2000) und gewähleisten  sterile Bedingungen. Speziellen drehmomentanzeigende chirurgischen Motoren geben intraoperativ Informationen über die angetroffene Knochenqualität; die präoperative Diagnostik wird so erweitert.

drehmomentgestützte OP-Vorrichtung

Detail: Drehmomentanzeige

Herr Dr. Stein ist auf dem Teilgebiet “Implantologie” zertifiziert (BDIZ und Zahnärztekammer Hessen)

Beispiele:

Einzelzahnimplante:

Bei Einzelzahnimplantaten werden fehlende Zähne einzeln mit je einer künstlichen Wurzel und der dazugehörigen Krone ersetzt.

Einzelzahnimplantat

Einzelzahnimplantat mit Krone

Der verlorene Zahn wird durch ein parallelwandiges Titan-Implantat mit rauer Oberfläche ersetzt, sodass die benachbarten Zähne nicht zusätzlich angerührt werden müssen.

Traditionelle Zahnkrone in Metallkeramik

 

Zahnimplante aus Titan: Bei diesem Beispiel werden gleich vier fehlende Zähne durch Einzelzahnimplantate ersetzt. Das Motiv besteht hier in der Vermeidung einer abnehmbaren Konstruktion (dargestellt ein Zwischenschritt und das Endprodukt).

Zirkonimplantat

Zirkonimplantat:

das gebrauchsfertige Implantat wird nach der Operation wie ein Zahn beschliffen und besticht neben der hellen Farbe durch eine besondere Gewebefreundlichkeit. Versorgt wird das Implantat mit einer Vollkeramikkrone.

Zirkonimplantat in situ

Zirkonkrone auf Zirkonimplantat

konisches Implantat (Nobel replace)

wurzelförmiges Implantat mit Zirkon_keramik-Aufbau

eingegliederte Krone

Eine Kombination aus den statischen Vorteilen eines geteilten Volltitanimplantates mit der Gewebefreundlichkeit des Zikronoxids: aufschraubbare Zirkonaufbauten im parodontal schwer geschädigten Umfeld.

Krone aus Zirkonoxidkeramik

Implantate für Brückenkonstruktionen:

Brückenkonstruktionen können sowohl rein implantatgetragen wie auch in Kombination von Zähnen mit Implantaten erfolgen. Langzeitstatistiken zur Überlebensrate von Implantaten zeigen dabei leichte Vorteile für rein implantatgetragenen Zahnersatz.

Implantatbrücken sind ein erprobtes Mittel zur Behandlung von stark verkürzten Zahnreihen im Seitenzahnbereich und vermeiden so abnehmbare Teilprothesen. Sie können genauso zum Ersatz einer teilweise unterbrochenen Zahnreihe eingesetzt werden.

hier ein Beispiel einer Konstruktion zwischen Zähnen und Implantaten. Der hintere implantatgetrage Teil ist gesondert abnehmbar.

Seitenzahn-Freiendlücke

eingegleiderte Kronen auf Implantaten

Seitenzahnersatz zu Vermeidung einer abnehmbaren Teilprothese: beidseits je zwei implantatgetragene Kronen

Kronen aus Metallkeramik.

Implantate zur Befestigung von totalen Prothesen:

Abnehmbare Prothesen können mittels Implantaten sicher an der Stelle gehalten werden, sodass Druckstellen weitgehend vermieden und sicheres Abbeissen ermöglicht werden kann.

klassisches Verfahren:

vier mittels eines Steges verblockte Implantate: einfache Schnelllösung für Totalprothesenträger, das Verfahren ist im Vergleich preisgünstiger, der Steg wird bereits wenige Tage nach der Operation definitiv belastet.

preiswerte Lösung, nicht aber zur Sofortbelastung geeignet:

Befestigung einer Totalprothese an Kugelköpfen

bestehende teleskopierende Prothese nach Verlust der Zähne

Retentionsgewinn durch sog. Kugelknöpfe: Der Zahnersatz rastet ein

bei der vorliegenden Therapie wurde der vorhandene, noch funktionstüchtige Zahnersatz nach Verlust der letzten Zähne weiterverwendet.

Die Prothese bewegt sich um die Achse zwischen den Implantaten.

Detail Kugelknopf-Aufbauten

Detail: Haltevorrichtung in der Totalprothese

Sonderfall: Stable-Base-Prothetik auf Implantaten

IMZ

wenn vorhandene Implantate nicht mehr voll belastet werden sollen

vorhandene Zylinderimplantate werden um zwei Schraubenimplantate ergänzt, auf denen zwei Goldstege ruhen. Auf diese wird der Zahnersatz aufgesteckt.

vier Implantate im Unterkiefer

zwei Goldstege

Branemark

Die Konstruktion hat keine Drehachse und ist lediglich nach dem stable-base-Prinzip schwimmend gelagert.

Stable-Base-Prothetik auf Implantaten (gegossene Goldbasis)

Stabel-Base-Prothese - Aufsicht

provisorische Implantate

temporäre Implantate:

temporäre Implantate dienen dazu, die Einheilzeiten für die Implantate zu überbrücken. In aller Regel lösen sich die Schräubchen nach einigen Wochen bis Monaten.

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Dr. A. Stein M.Sc.           Adelheidstr. 15            65185 Wiesbaden            Fon 0611-375353           eMail