Praxis für Zahnheilkunde
Kariesprophylaxe

Dr. Andreas Stein M.Sc.

Master of Science für Parodontologie und Implantattherapie

Zahnarzt, Oralchirurgie

     Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie

Kariöse Zerstörung ist als Hauptursache für Zahnverlust bei unter 40-Jährigen anzusehen. In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich rund 60 Millionen Füllungen und 8 Millionen Wurzelbehandlungen durchgeführt.

Vorbeugende Strategien sowie Nachsorgekonzepte können nachweislich den Erst- und Neubefall Ihrer Zähne vermeiden.

Karies-Prophylaxe durch Verminderung des Infektionsrisikos:

Prophylaxe in der Schwangerschaft:

Die werdende Mutter kann zweierlei für gesunde spätere Zähne ihres Kindes tun:

  • Da sich die Zahnanlagen bereits in der sechsten Woche entwickeln, müssen neben einer gesunden und ausgewogenen Ernährung insbesondere zahnsubstanzschädigende medikamentöse Einflüsse (Antibiotikum Tetrazyclin) vermieden werden.
  • Die werdende Mutter kann selbst an einem Zahnprophylaxeprogramm teilnehmen, um die Keimzahl in der eigenen Mundhöhle und so das Übertragungsrisiko auf das Neugeborene zu vermindern.

Vermeidung der Übertragung schädlicher Keime auf das Neugeborene und auf Kleinkinder:

Es soll vermieden werden:

  • die gemeinsame Benutzung von Besteck, auch Berühren von Fütterungslöffeln mit der Lippe zum Zwecke der Temperaturprüfung
  • die Zahnbürsten von Erwachsenen für Kleinkinder erreichbar aufzubewahren, damit sie sich diese nicht in den Mundstecken können.

Das Neugeborene braucht für seine Zahnentwicklung u.a. ausreichend Vitamine und Calcium, um gesunde Zähne zu bekommen.

Ernährungslenkung bei erfolgter Infektion

Durch eine geschickte Ernährungslenkung lassen sich sowohl bei Kindern wie bei Erwachsenen diese Erkrankungen zum Guten hin beeinflussen. Neben der Zeitdauer, wie lange die Essensreste im Mund verweilen, ist insbesondere die Häufigkeit der Zufuhr von kariesauslösenden Substanzen wichtig. Je kürzer die Verweildauer und je weniger oft eine Zufuhr stattfindet, um so besser für die Zähne. Die den Tag über mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate (hier ganz besonders: Zucker), werden von in der Mundhöhle lebenden Bakterien zu Säuren umgesetzt. Diese lösen den Zahnschmelz an und verursachen mittelfristig Karies.

Es sollen alle gesüßten Zwischenmahlzeiten und Getränke zwischendurch gemieden werden, wie:

  • Süßigkeiten
  • Schoko-Riegel etc.
  • gesüßte Kinderjoghurts
  • Fast-Foot ·gesüßte Babytees (auch Honig!)
  • Schokoladengetränke
  • Softdrinks, auch Fruchtsäfte. Als Zucker gelten auch Honig und Fruchtzucker.

Ein natürlicher Schutz ist nur der Speichel bei der Neutralisation des Säureangriffs und bei der Remineralisation. Ernährungsfehler können nur durch die erklärten Reinigungsmaßnahmen in Grenzen kompensiert werden, besser wäre natürlich eine zahngesunde Umstellung der Nahrungsgewohnheiten. Allgemein sollten folgende Grundsätze beachtet werden:

  • Unkontrollierte Zwischenmahlzeiten und Naschereien vermeiden. Wenn Süßigkeiten zu sich genommen werden, dann schnell in großen Mengen und nicht über lange Zeit verteilt. Direkt danach: Zähne putzen
  • Eine grobe, schleifkörperreiche Vollwertkost ist wünschenswert.
  • Die für die Zahn- bzw. Zahnfleischgesundheit wichtigen Vitamine aufnehmen. Dazu zählen die Vitamine A, C, D und der Vitaminkomplex B.
  • So wenig Zucker (Saccharose) wie möglich essen; auch auf Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker) verzichten, da diese genauso schädigen.
  • Fluoride haben neben einer Remineralisation und Härtung der Zähne auch eine hemmende Wirkung auf die schädlichen Bakterien im Mund und vermindern so die Belagbildung.
  • einfache und effektive Reinigungstechniken

    Die Zähne werden systematisch ab dem Durchbruch der ersten Milchzähne (ca. 5.Monat) anfangs mit Wattestäbchen, später mit speziellen Kinderzahnbürsten von den Eltern geputzt. Dabei soll übermäßiger Druck vermieden werden, die Grundbewegung ist kreisförmig. Bitte lassen Sie sich die richtige Technik demonstrieren.

    Beachten Sie bitte unbedingt die Fluoridierungsempfehlungen für Kinder!

    Um den ersten Geburtstag wird der erste Besuch in der Zahnarztpraxis fällig.

    Bitte melden Sie rechtzeitig Ihr Kind zu den Vorsorgeuntersuchungen an; diese werden bis zur Volljährigkeit auch von den gesetzlichen Krankenkassen in nahezu allen Fällen übernommen. Es handelt sich hierbei um systematische Programme, die neben einem rechtzeigigen Erkennen von Veränderungen eine planmäßige Prophylaxe zum Inhalt haben.

    Präventivmassnahmen bei Erwachsenen

    Junge Erwachsene nehmen abhängig von ihrem individuellen Risiko an einem Präventivprogramm teil, das neben regelmässigen Untersuchungen, Professioneller Zahnreinigung, ggf. Röntgenkontrollen auch Mineralisierungen und Reinstruktionen zur geeigneten Mundhygiene umfasst.

    Währen bei Jugendlichen häufig erste Läsionen auf der Kaufläche auftreten, sind junge Erwachsene in erster Linie im Bereich ihrer Zahnzwischenräume gefährdet.

    Mit zunehmendem Alter kommt es immer häufiger zu Zahnfleischrückgang, was wiederum zu freiliegenden, nicht mit schützendem Zahnschmelz bedeckten Wurzeloberflächen führt. Während junge Erwachsene häufig durch Anpassen ihrer individuellen Mundhygiene eine weitere Verschlechterung vermindern können, ist in ausgeprägten Fällen ein plastisch parodontalchirurgisches Vorgehen zur Rezessionsdeckung sinnvoll. Bitte lassen Sie sich beraten.

    Bis 90% der Senioren haben freiliegende Zahnhälse. Da das Auftreten von Zahnhalskaries stark von zielgerichteter Mundhygiene abhängt, muss bei diesem Personenkreis das Betreuungsintervall häufig verkürzt werden, weil das manuelle Handling, das Sehen und die Gewebekontur der Umgebung zum Beispiel durch Parodontalerkrankungen oder umfangreichen Zahnersatz sich verschlechtern können. Auch ein altersabhängiger Rückgang des Speichelflusses kann mit verantwortlich sein.

    Ein verminderter Speichelfluss kommt auch in Verbindung mit Bestrahlungen von Tumoren im Bereich des Kopfes und Halses vor. Bitte sprechen Sie uns frühzeitig an.

    Beispiel einer Karies

    Parodontitisprophylaxe

    Dr. A. Stein M.Sc.           Adelheidstr. 15            65185 Wiesbaden            Fon 0611-375353           eMail