Praxis für Zahnheilkunde
regenerative Therapie

Dr. Andreas Stein M.Sc.

Master of Science für Parodontologie und Implantattherapie

Zahnarzt, Oralchirurgie

     Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie

neue Blutgefäße nach Regeneration

Die Prinzipien der Geweberegeneration:

Eine Geweberegeneration geht weit über eine "normale" Wundheilung hinaus. Während hier “nur” ein entzündungsfreies und stabiles Gewebe das Ziel ist, soll durch regenerative Techniken der Zerstörungsprozess ganz oder teilweise umgekehrt werden, also mittels körpereigener Kräfte neue Gewebe in ihrer ursprünglichen Form und Funktion entstehen. Zu diesem Zweck wird in der Regel eine Wunde erzeugt, deren Abheilung in der Folgezeit manipuliert werden kann. Dadurch entsteht anstelle einer Narbe ein anderes Gewebe, wie zum Beispiel Knochen (Implantologie) oder ein neuer Zahnhalteapparat (Parodontologie).

Zwei große Wege mit einer Vielzahl von Varianten sind anerkannt:

  1. der Einsatz von mechanischen Barrieren (Membranen)
  2. der Einsatz biologisch aktiver Substanzen (Schmelz-Matrix-Proteine)

Membrantechnik:

bei dieser Vorgehensweise wird der knöcherne Defekt nach dessen Reinigung zeltartig mit einer Folie (der Membran) abgedeckt, bevor die eigentliche Weichteildecke geschlossen wird. Dadurch ist sichergestellt, dass der Defektbereich nicht vom Bindegewebe des Zahnfleischs, sondern von Zellen aus dem umgebenden Knochen (bei Implantaten) beziehungsweise von Zellen aus dem Zahnhalteapparat (bei Parodontitis: Zellen des Knochens, des Zahnzementes und Faserapparates) durchwachsen wird. Stützend kann der Einsatz von platzhaltenden Materialien (Knochenersatzmaterialien) zweckmäßig sein.

Membranen können vollsynthetisch, z.B. auf Teflon-Basis, oder natürlichen Ursprungs sein. Synthetische Membranen werden nach angemessener Zeit wieder entfernt, biologische lösen sich selbst auf.

Eine Sonderstellung können resorbierbare Membranen vom Herzbeutel für die Gewebeverdickung bei parodontalen Rezessionen einnehmen.

Schmelz-Matrix-Proteine:

Bei jungen Säugetieren erfolgt die Ausbildung der Zahnanlagen durch spezielle Aminosäureketten, die als Schmelz-Matrix-Proteine oder Amelogenine bezeichnet werden. Vereinfacht wirken sie prägend zur Differenzierung pluripotenter Zellen zu hoch spezialisierten Zellen im Zahnhalteapparat.

Therapeutisch kommen Schmelz-Matrix-Proteine heute überwiegend bei der Behandlung von Zahnbetterkrankungen im Rahmen chirurgischer Strategien zum Einsatz. Die heute verfügbaren Amelogenine stammen von schwedischen Jungschweinen und sind anerkannt zur Regeneration von Knochentaschen und Rezessionsdefekten.

Regenerationsbeschleunigung mit PRP:

Weitere moderne Verfahren bestehen im zusätzlichen Einsatz von speziell aufbereitetem Patientenblut (thrombozytenreiches Plasma, PRP), in dem sich körpereigene Wachstumsfaktoren konzentriert vorfinden. Dabei werden durch Zentrifugation aus dem Blut die Zellen entfernt und die biologischen Wachstumsfaktoren, die sich im Bereich der Blutplättchen befinden, konzentriert. Etwas vereinfacht ausgedrückt bewirkt das Aufbringen diese Konzentrates eine Beschleunigung der Heilungsprozesse, weil die Zeit, die Sie natürlicherweise beanspruchen müssten, bis Ihre Wunde die Faktoren konzentriert hat, von vornherein überbrückt wird. Das Verfahren findet Anwendung zur Beschleunigung der Abheilung von Weichgewebsdefekten (Schleimhaut/Bindegewebe) und zur Beschleunigung des Einwachsens körpereigener Knochenzellen in einen Defektbereich.

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